DIE GESCHICHTE

            

Geschichte des Hauses                               History of Umspannwerk Ost

 

 

Ein altes Haus im Berliner Bezirk Friedrichshain. Schon an der reich dekorierten Fassade lässt sich unschwer ein Bau der Jahrhundertwende erkennen. Es ist jedoch kein gewöhnlicher Bau. Dafür spricht schon der ehemalige Bauherr, der sich in goldenen Lettern an der Hauswand verewigte: Berliner Elektrizitätswerke

Das Umspannwerk Ost in Berlin, ist ein Haus, das sprichwörtlich unter Strom stand, ein Haus für Transformatoren. Sieben große Aggregate mit einer Fläche von je 16 m² und einer Höhe von 6 Metern lieferten Strom.

Die technische Entwicklung hat große Umspannhäuser überflüssig werden lassen. Schon vor vielen Jahren verschwanden die unzeitgemäßen tonnenschweren Spulen.

Lautlos blieben seitdem die Hallen und Geschosse, die einst vom beständigen Summen der Transformatoren erfüllt waren. Leerstand, Teilabriss und profane Lagernutzung haben der Gebäudecharakteristik jedoch wenig anhaben können.

Noch heute ist das technische Ambiente erkennbar und die Raumdimensionen beeindruckend: die weite Maschinenhalle mit ihrer Flucht aus Stahlträgern, sechs Meter hohen, lichtdurchfluteten Stahl- Glas- Toren und die großzügig ungeteilten Ebenen in den Obergeschossen. Weiß glasierte und rote Klinkerfassade erstrahlen im neuen alten Glanz. Dort, wo einst die Trafos verankert waren, stehen heute Tische und Stühle. Leere und Lautlosigkeit werden nun von Sprache und Musik durch Aktion und Bewegung ersetzt.

Die Energie kehrt zurück. Sie soll dauerhaft gespeist werden aus Strom der Nutzer und Besucher, die hier essen und trinken, Konzerte und Veranstaltungen besuchen oder einfach nur sich treffen und unterhalten.

Und ganz nebenbei erhält das alte Haus im Friedrichshain eine Bedeutung zurück, die es verdient hat.

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